Leberwerte, Gallensteine, OP?

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    • Leberwerte, Gallensteine, OP?

      Hallöchen...

      ...nach langer Abstinenz mal eine wichtige Frage von mir. Ich war gestern zur Blutabnahme beim Arzt. Da ich die vergangenen Wochen immer wieder Magenschmerzen hatte, hat er das mittlerweile 3. Ultraschall meiner Gallenblase und Leber gemacht und nichts gefunden, dann noch Blut abgenommen. Heute kam ein Anruf aus der Praxis, ich solle dringend kommen, meine Leberwerte seien zu hoch, ich soll am besten sofort ins Krankenhaus. Nach einem mittelschweren Schock bin ich hingefahren. Offensichtlich hat sich ein nicht diagnostizierter Gallenstein oder Pseudogallenstein im Gallengang festgesetzt und blockiert dort etwas.

      Hier meine Werte:
      Bilirubin: 5.26 Richtw. bis 1.1
      Alk Phosphatase 178 Richtw. bis 104
      Gamma GT 300 Richtw. bis 39
      GOT 324 Richtw. bis 32
      GPT folgt

      Die beiden vorletzten sind ja 10 fach erhöht...was kann denn das sein?

      Dazu muss ich sagen habe ich im letzten Monat jede Menge Stress gehabt und konnte aufgrund der immer wieder kehrenden Magenschmerzen sowie Verdauungsprobleme kaum bis nichts essen und habe dadurch in vier Wochen 16 Kilo abgenommen.

      Nun soll ich morgen früh als Notfall ins Krankenhaus fahren. Was erwartet mich da? Hat jemand eine Idee?

      Viele Grüße,

      Sandra
      Viele Grüße,

      Sandra
    • Liebe Sandra,
      wenn es noch auszuhalten ist irgendwie kann ich dir auch nur wärmstens den frischen Rettichsaft als Auflösemittel für Gallensteine empfehlen (Capricarina hatte das gestern anlässlich ihres Blutbilds erzählt mit ihrer Galle, Leber usw.):
      Meiner Schwiegermutter hats formidabel geholfen, und sie hatte u.a. auch ein Gallensteinchen, dass irgendwie im Gang festsaß. Übrigens auch nach einer größeren Abnehm-Phase. Das müssen üble Schmerzen gewesen sein. Also wenn du noch gehen und stehen kannst - wär das ne Idee.

      Kommt aus "Maria Treben: Gesundheit aus der Apotheke Gottes", ich schreib es dir mal ausführlich ab, S. 75:

      "Gallensteine
      Interessanterweise leiden mehr Frauen als Männer unter dieser Erkrankung. Bitteres Aufstoßen und Erbrechen, heftige krampfartige Schmerzen, die bis unter die rechte Rippengegend auf das Herz hin ausstrahlen, verbunden mit großer Übelkeit, sind die Symptome. Da wir so viele heilende Mittel aus der Apotheke Gottes zur Verfügung haben, muss es nicht immer zu einer Operation kommen.

      Eine sechswöchige Kur mit Rettichsaft hat noch in jedem Falle geholfen, es sei denn es handelt sich um äußerst selten vorkommende, nicht auflösbare Steine. In einem solchen Fall muss operiert werden. Der Rettich wird mit einem Haushalts-Entsafter ausgepresst. [Anm. von mir: Es gibt ihn auch im Reformhaus]

      Man beginnt morgens nüchtern mit 100 g und geht innerhalb 3 Wochen allmählich auf 400 g hinauf, um wiederum innerhalb drei Wochen wieder auf 100g zurückzugehen. Bei entzündeten Magen- oder Darmwänden darf der Rettichsaft nicht genommen werden!

      [... es folgt ein Bericht darüber, wie Gallensteine, die nach einer OP in Rettichsaft gelegt wurden, sich ebenfalls schnell darin auflösten, lass ich mal weg]."

      Wie gesagt: Wenn du noch gehen und stehen kannst - wär das sicher die angenehmere Alternative.
      Schöne Grüße und gute Besserung!
      :o) aki
    • Hallo akiraki,

      ja, gehen und stehen kann ich noch. Eigentlich ging es mir gestern und heute im Gegensatz zu vorher sehr gut, daher verstehe ich diese immensen Leberwerte nicht.

      Gallenstein Verdacht ist komplett unklar. Im Krankenhaus meinten sie im März eventuell winzig kleine, wußten aber nicht genau. Im Ultraschall beim Hausarzt: nichts zu sehen, alles normal. Aufgrund der Blutwerte käme es allerdings hin das einer vorhanden ist. Nur müsste man den dann nicht bei der Sono sehen können?

      Ich bin gespannt ob die da morgen was finden können, gleichzeitig hab ich aber auch Megapanik vor einer OP!!!!! Sollten die was finden und keine OP nötig sein werde ich mir auf jeden Fall den Rettichsaft gönnen, vielen Dank für den Tip. Ich habe bei meinen Forschungen im www einen Tip mit 150 ml Olivenöl und Zitronensaft auf nüchternen Magen gelesen - ich glaub das würd ich bei aller Liebe nicht runterkriegen...
      Viele Grüße,

      Sandra
    • Naja als Salatdressing würd das ja noch passen, aber nüchtern?
      Ich glaub der Rettichsaft schmeckt besser. ;)

      Wenn du nicht wirklich leidest, könntest du ja auch einfach täglich ein wenig Rettich essen - also z.B. zum Salat, zum Fleisch oder so, statt dieser "Trinkkur". Oder den Rettich geraspelt über den Salat/ übers Rührei - wie auch immer. Ich denke, dass die guten Eigenschaften des Safts ja auch im Gemüse selbst sind. Ich mag Rettich auch einfach so, mit etwas Salz bestreut...

      Eine OP soll ja nach Treben nur bei Steinen nötig sein, die durch die Rettichsaft-Geschichte nicht auflösbar sind. Wie gesagt, wenn du noch gehen und stehen kannst, lass dir keine Angst einjagen - so eine OP ist ja auch kein Pappenstiel.

      Alles Gute!
      :o) aki
    • Es muss aber SCHWARZrettich sein, nicht die weißen langen Dinger, die man oft sieht, sondern knollenförmige runde (wie rote Bete, bloß eben schwarz).
      Daraus kann man auch selbst Saft machen (wenn man einen Entsafter hat) oder Frischpflanzenpresssaft im Reformhaus kaufen.

      Wenn du privat versichert bist, kannst du Gallensteine auch zertrümmern lassen statt OP.

      Gruß
      Tara
      Was bringt den Doktor um sein Brot?
      A: Die Gesundheit
      B: Der Tod.
      Drum hält er uns, auf dass er lebe, stets zwischen beiden in der Schwebe...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tara ()

    • Das vorläufige Ende der Geschichte

      Hallo,

      und so ging's weiter. Ich bin am nächsten Tag ins Krankenhaus gefahren, bis dahin hatten sich die Leberwerte 20 fach erhöht und ich war schon leicht gelb in den Augen, am Nachmittag war die Haut dann auch komplett gelb. Ein ziemlich großer Cholesterin Stein hatte sich in den Gallengang gebohrt und wurde mittels ERCP unter Vollnarkose rausgeholt. Das Ganze hat über zwei Stunden gedauert und hat leider noch die Bauchspeicheldrüse gereizt, wobei dann eine Entzündung raus kam, die mich erstmal ein paar Tage ans Bett gefesselt und mir 7 Tage Nahrungskarenz beschert hat. Wie gut danach eine Tasse simple Hühnerbrühe mit ein paar Nudeln schmeckt brauche ich wohl nicht erwähnen. :)

      Gallenblasen OP ist für den 22. März angesetzt, da die Blase auch voller Steine ist. Ich werde das jetzt wohl durchziehen, weil nochmal sowas möchte ich nicht erleben. :(
      Viele Grüße,

      Sandra
    • Hallöchen,
      ich wünsche dir viel Glück bei der OP! Brauchst keine Angst haben, kenn mehrere Personen bei denen die Gallenblase durch die neue Methode entfernt wurde. Bei mir wurde die Gallenblase schon vor ca. 20 Jahren noch mit großem Bauchschnitt entfernt. Hatte die gleichen Beschwerden wie du, nur glaubte mir damals keiner, auch der Hausarzt hat mit Ultraschall nix gesehen! Der hat mich ewig auf Magenschleimhautentzündung behandelt und es wurde immer schlimmer statt besser, bis ich den Hausarzt wechselte und der eine Blutkontrolle vornahm. Auch bei mir waren die Leberwerte sehr erhöht und ich wurde umgehend in die Klinik eingewiesen.
      Mach dir keine Gedanken, es ist heutzutage ein Routineeingriff.
      Eine Kollegin von mir konnte nach einer Woche schon wieder in den Urlaub fahren.

      Viele Grüße
      Erika
    • Danke für die guten Wünsche

      Hallo,

      naja, so ein bißchen mulmig ist mir schon zumute, schließlich kriegt man nicht alle Tage irgendwelche Endoskope in den Körper gesteckt :-(0 Aber ich denke auch, das wird schon werden, trotz der Komplikationen bei der ERCP und wenn die ganzen Schmerzen danach endlich weg sind, umso besser! Momentan bin ich zwar beschwerdefrei und kann so gut wie alles essen, aber nochmal Gelbsucht fordere ich nicht raus, obwohl die Hautfarbe mal eine Abwechslung war. :) Eine gewisse Dramatik hatte das Ganze, insbesondere wo dann noch die Bauchspeicheldrüse ausgetickt ist und ich gleichzeitig drei Infusionen an beiden Armen/Handgelenk plus Sauerstoff unter der Nase hatte und mir so ein bißchen vorkam wie ein Versuchstier im Labor.

      Zum Glück wurde ich nicht allzu lange auf Magenschleimhautentzündung behandelt. Da die Schmerzen grundsätzlich links waren, hab ich auch gedacht es ist der Magen. Damit war ich schon 2x im Krankenhaus, nach einem Einlauf (auch nicht gerade angenehm) waren die Schmerzen dann immer weg, von daher hat niemand an Gallensteine gedacht. Erst als es dann auch rechts wehtat begleitet von Übelkeit.

      Mal sehen wie es wird, der Chirurg hat gesagt so vier/fünf Tage Krankenhaus und dann wär's ok. Kann nur besser werden.
      Viele Grüße,

      Sandra