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Austrian

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Mittwoch, 21. Juli 2010, 13:15

Nur sechs Prozent der Kinder und Jugendliche haben Normalgewicht

Zitat


Übergewicht entwickelt sich zu einer regelrechten Epidemie - Sechs Prozent der Kinder und Jugendliche haben Normalgewicht

Regensburg - Die Zahlen sind schockierend: „Nur etwa sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen haben heute Normalgewicht", berichtet der deutsche Reportagedienst obx-medizindirekt über das Ergebnis einer Studie, die unter mehr als 20.000 Kindern und Jugendlichen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gemacht wurde. 18 Prozent waren übergewichtig, 47 Prozent jedoch krankhaft übergewichtig. Sie leiden an Adipositas - Fettsucht. „Eine Zeitbombe", klagen Experten wie Ulrich Oltersdorf von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe. Folgeerkrankungen dieser Übergewichtslawine seien Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schäden an den überlasteten Gelenken und Verdauungsstörungen. Und diese Entwicklung betrifft schon lange auch die Erwachsenen.

Zwei Faktoren sind nachweislich die Ursachen der Fettsucht-Epidemie: Falsche Ernährungsweise und mangelnde Bewegung. „Wir essen zu viel Fett, zu viel Zucker und zu viel Fleisch". Das ist das Fazit des ersten Europäischen Ernährungs- und Gesundheitsberichtes, der die Ernährungsgewohnheiten in 14 europäischen Ländern untersuchte. Erfreulicherweise hat nach dieser Studie der Verzehr empfehlenswerter Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, Fisch und gesunder Pflanzenöle zugenommen. Bedauerlicherweise aber auch der Verbrauch von Zucker, Bier, tierischen Fetten, Fleisch und Geflügel. Das heißt im Klartext: Wir essen immer mehr, und zwar von allem.

Heißhungerattacke

Werden viel Zucker und leicht verwertbare Kohlenhydrate aufgenommen, setzt die Bauchspeicheldrüse übermäßig große Mengen an Insulin frei. Das aber stoppt den Fettabbau im Körper und löst gleichzeitig Heißhunger aus. Wenn dann erneut etwas Süßes oder leicht verwertbare Kohlenhydrate gegessen werden, mündet das in einen Teufelskreis: Es entsteht wieder Hunger, das Übergewicht wächst unaufhaltsam, der Blutzuckerspiegel steigt. Allmählich entsteht eine Unempfindlichkeit der Körperzellen für Insulin, die Zuckerverwertung wird dadurch verschlechtert. In den Blutgefäßen bilden sich Ablagerungen, die zu Verengungen und als schlimmste Folge zur Thrombose bzw. zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Da Fett mit 9 Kalorien pro Gramm mehr als doppelt so viel Energie liefert wie Kohlenhydrate und Eiweiß, muss der Fettverzehr auf ein vernünftiges Maß verringert werden. Vor allem die gesunden Fette (mehrfach ungesättigte Fettsäuren), die in Pflanzenölen wie Rapsöl, Leinöl oder Walnussöl und in Seefischen wie Hering, Lachs, Makrele und Thunfisch, in Leinsamen, Nüssen und Sojaprodukten enthalten sind, sollten auf den Speiseplan gesetzt, dafür die eher krank machenden tierischen Fette von rotem Fleisch und Geflügel gemieden werden.

Hüten sollte man sich vor allen gesättigten versteckten Fetten, die sich in süßem Gebäck wie Blätterteig, Waffeln, Schokolade, in Fleischsalat, Leberwurst, Wiener Würstchen, Bratwurst, Kartoffelchips, Torten und Kuchen, in Käse wie Camembert, Mascarpone oder Emmentaler, in Pommes frites und Toast Hawaii, in Käsespätzle, Pizzas, Salami, Leberkäse und Frühlingsrollen verbergen. Stattdessen sollten Sie viel pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, also Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst, die uns mit basischen Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Magnesium, aber auch mit den wichtigen Ballaststoffen versorgen. Nüsse führen uns wertvolle Fettsäuren und ebenso wie Sojaprodukte pflanzliches Eiweiß zu. Achten Sie darauf, wenn sie Fleisch essen, dass Sie magere Stücke auswählen.

Veränderte Ernährungsweise zeigt Wirkung

In Polen gibt es seit 1990 ein Regierungsprogramm, das körperliche Bewegung und den Verzehr von Früchten und ungesättigten Fetten statt gesättigter tierischer Fette fördert. Seither hat sich die Zahl der Herzinfarkte um rund 40 Prozent verringert. In Finnland wurde vor 35 Jahren neben konsequenter körperlicher Bewegung die Verwendung eines Speisesalzes propagiert, das nur noch zu 50 Prozent aus Kochsalz (Natriumchlorid) besteht und deshalb nur halb so viel Natrium enthält. Dieses Programm verringerte mittlerweile die Zahl der Herzinfarkte um 75 und die der Schlaganfälle um mehr als 60 Prozent.

http://derstandard.at/1277338503361/Zeit…dern#forumstart

jedes 2. Kind "krankhaft übergewichtig"? geh bitte, das ist realitätsferner Alarmismus und eine Ziffer von angeblich nur mehr 6% die normalgewichtig sein sollen ist schon lächerlich. Wobei man sich ja schon überlegen müsste, ob etwas als "normal" bezeichnet werden sollte, das kaum jemand erfüllt.
Es wird schon so sein, daß nicht alle 15jährigen direkt von der Straße auf den Laufsteg passen, aber "krankhaft", fast 50%? Wo sind die alle? Ein wenig pausbäckig, einen kleinen Schwimmreifen, das ist normal, aber doch nicht krankhaft. Es gibt glaube ich heute nicht mehr richtig fette Kinder (den "Klassendicken") als vor 30 Jahren. Ich war ja selbst mal in dieser Rolle und damals so ein Exot wie es einer heute ist, denn ein richtig dickes Kind fällt auch heute noch auf, mir zumindest. Und das ist selten. Aber alles andere ist doch nicht "krankhaft".

maroni

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2

Mittwoch, 21. Juli 2010, 13:47

es gibt schon mehr fette Kinder als früher , würde ich sagen ( besonders in der Gruppe so ab 12 Jahren) aber diese Zahlen scheinen mir auch reichlich übertrieben.

Andreat

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3

Mittwoch, 21. Juli 2010, 16:09

Es fehlt einfach eine Definition von "Normalgewicht". Weil es die nicht geben kann. Mich regt sowas auch auf.
Eines schickt sich nicht für alle. Sehe jeder, wie er's treibe, sehe jeder wo er bleibe, und wer steht, dass er nicht falle. (J.W.v.Goethe) :O

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4

Mittwoch, 21. Juli 2010, 17:31

Austrian, du sagst es kann nicht so viele krankhaft dicke Kinder geben, weil du ja nicht so viele siehst.
Wo guckst du denn nach ihnen? Im Straßencafé sitzen die sicher nicht, auch nicht im Kino oder im Schwimmbad. Die sitzen eher zuhause am PC, teils als Ursache für ihr Gewicht, teils aus Scham sich zu zeigen ...
Wenn ich so durch die Schulklassen meiner Jungs schaue (6., 7. und 10. Klasse, also ca. 12, 13 und 16 Jahre alt), dann sind da durchaus einige, denen es gut tun würde, wenn sie die nächsten Monate nur wachsen würden ohne zuzunehmen :] und genau das habe ich auch meinen kräftig gebauten Jungs immer gesagt - abnehmen darf ein Heranwachsender nicht wollen, jedenfalls nicht wenn er nicht unter die Kategorie fettleibig fällt, aber mein 12j. wiegt zurzeit auch knapp 50kg bei nur 145 cm und er sollte nun wirklich erst mal nur wachsen :tongue:

Gibt es eigentlich auch Zahlen, wie wenige % der Erwachsenen das sogenannte "Normalgewicht" nicht unter- oder überschreiten? Wenn das Normalgewicht natürlich nur eine fixe Größe ist und keine Spanne von bis darstellt, dann können das nie mehr als ganz wenige % erfüllen :rolleyes: sag ich mal als Mathe-Laie die sowieso nur einer Statistik glaubt, die sie selbst gefälscht hat :D

Pur
Die beste Übung für eine bessere Ausprägung der unteren Bauchmuskeln
ist also nicht Beinheben, sondern Kopfschütteln!
Vorzugsweise dann, wenn man die Frage "Pommes dazu?" zu hören bekommt.

(geklaut bei warriorsoul)

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